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Wissenswertes

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Der Ursprung des Kaffees

 

Es gibt viele Geschichten und Legenden über die Entdeckung des Kaffees. Die wohl bekannteste und schönste dieser Geschichten erzählt von einem Ziegenhirten namens Kaldi, der mit seinen Ziegen Im Königreich Kaffa, dem heutigen Äthiopien, weidete.

Eines Tages sah Kaldi wie seine Ziegen rote Kirschen von einem Strauch mit dunkelgrünen Blättern aßen und wild herumhüpften. Kaldi probierte auch von den roten Kirschen. Obwohl er die Kerne nicht zerkauen konnte, war die belebende Wirkung der roten Kirschen so stark, dass Kaldi das Gefühl hatte nicht mehr müde zu sein.

In einem nahegelegenen Kloster schilderte der Hirte seine Entdeckung und gab den Mönchen ein paar dieser Kirschen zum Probieren. Den Mönchen schmeckten aber die roten Kirschen nicht. Sie spuckten sie einfach ins Feuer und staunten. Denn der Geruch der gerösteten Kirschen war himmlisch. Geschwind wurden die Bohnen zerstampft und ein Aufguss daraus bereitet. Das Getränk Kaffee war erfunden.

Wie bei allen Legenden weiß man nie, ob sie wahr sind oder nicht. Aber alles weist darauf hin dass die Heimat des Kaffees in den Bergwäldern des Königreichs Kaffa, dem Hochland von Äthiopien liegt.

 

 

Wussten Sie das:

  • der Kaffee ursprünglich aus Äthiopien kommt und seinen Weg nach Europa über die Hafenstadt Mocha im Jemen (wahrscheinlich kommt daher der Name Mokka) machte und die Osmanen ihn nach Wien brachten.
  • der Name Kaffee nicht von der Region Kaffa (Wir erinnern uns an Kaldi) ableitet, sondern von dem arabischen Wort: Quahwa (anregend, stärkend).
  • Brasilien der größte Kaffeeproduzent ist. Gefolgt von Vietnam.
  • der Hamburger Hafen der weltweit größte Umschlagsplatz für Rohkaffee ist.
  • Robusta Bohnen etwa doppelt so viel Koffein und Chlorogonsäure haben wie Arabica Bohnen.
  • 100ml Kaffee 55mg Koffein und 100ml Espresso 135mg Koffein (schwarzer Tee 20mg und Coca Cola 12mg, Trinkschokolade 6mg) enthalten. Das heißt pro Portion gerechnet, eine Tasse (125ml) Filterkaffee hat 68,75mg und ein Espresso (25ml) 33,25mg Koffein.
  • Espresso kein Getränk, sondern eine aus Mailand stammende "Zubereitungsart" ist, bei der heißes Wasser mit hohem Druck durch sehr fein gemahlenes Kaffeemehl gepresst wird?
  • das Wort Espresso vom italienischen Verb "esprimere" (ausdrücken, ausdrücklich) ableitet, und ein expliziert (ausdrücklich) für den Gast zubereitetes Gericht oder Getränk bezeichnet?
  • Kaffee nach Erdöl das zweitwichtigste Handelsgut ist.
  • die meisten industriell hergstellten koffeinfreien Kaffees mit Lösungsmittel behandelt werden.  Eines davon ist Dichlormethan. Es steht unter Verdacht krebserregend zu sein. Handwerklich arbeitende Röster verwenden das unbedenkliche CO²- Verfahren.
  • Kaffee nur im sogenannten Kaffeegürtel wächst. Am Äquator zwischen dem nördlichen 23° und dem südlichen 25° Breitengrad
  • Jährlich etwa 8 Millionen Tonnen Rohkaffee benötigt werden.
  • man für 1Kg Rohkaffe etwa 4Kg Kaffeekirschen benötigt.
  • für eine Tasse Kaffee etwa 50 geröstetet Kaffeebohnen benötigt wird.
  • Deutschland mit etwa 550 Tausend Tonnen hinter den USA den zweit größten Kaffeebedarf hat.
  • das Kaffee das Lieblingsgetränk der Deutschen ist. Der pro Kopf Kaffeekonsum in Deutschland lag im Jahr 2018 bei 164l. Hingegen Bier nur bei 102l.
  • Deutschland, Belgien und Dänemark die einzigen Länder der EU sind, in denen es eine Kaffeesteuer gibt. Die Kaffeesteuer für Röstkaffee 2,19€ und für löslichen Kaffee 4,78€ je Kilogramm beträgt. Die Kaffeesteuer für Röstkaffee in Belgien nur 0,48€ und in Dänemark lediglich 0,88€ je Kilogramm beträgt.
  • bei Reisen innerhalb der EU bis 10Kg Kaffee im Handgepäck, keine Kaffeesteuer fällig wird.
  • es über 152 Arten von Kaffeepflanzen gibt, aber nur 2 für die Gewinnung von Kaffee von Bedeutung sind: nämlich Arabica und Robusta. Dabei macht die Weltproduktion der Arabica ca. 64% und der der Robuste ca. 36% aus.
  • es ein Nord/Süd Gefälle von Arabica/Robusta Bohnen gibt. Je südlicher man kommt, umso höher ist der Anteil von Robusta.
  • mit "Mokka" die Zubereitungsart (Türkischer Mokka) und mit "Moka" der Mahlgrad für die klassische Herdkanne gemeint ist.
  • der Espresso für Italiener ein wesentlicher Bestandteil ihres Lebens ist und daher in ganz Italien der Preis für einen "Espressoal banco" (Espresso im stehen) max. 1,00€ beträgt. Will man den Espresso im Sitzen genießen, kommt eine Servicegebühr dazu.
  • die Brühtemperatur bei 88-95° und die Trinktemperatur etwa bei 65° liegt. Die Temperatur im Wasserkessel bis zu 120° heiß ist.
  • die Aussage, Kaffee sei ein Aufputschmittel, nicht ganz stimmt. Kaffee hat eine zunächst beruhigende Wirkung. Es ist bekannt, dass man besser einschläft, wenn man sich in den ersten 15 Minuten nach dem Kaffeetrinken hinlegt, weil das Schlafzentrum im Gehirn besser durchblutet wird. Zögert man jedoch zu lange, verpasst man die beruhigende Wirkung vom Kaffee und das Koffein fängt an zu wirken. Nun ist es fast unmöglich einzuschlafen.
  • dass Glas Wasser, das man zu einem Espresso erhält dazu dient, den Gaumen zu "neutralisieren" und die Geschmacksnerven empfänglich für den Genuss des nächsten Schluck zu Kaffee machen. Nicht weil Kaffee dem Körper Wasser entzieht.
  • das italienische Gesetz es den Röstern erlaubt, obwohl als 100% Arabica angeboten, 5% Robusta mischen zu dürfen.
  • das dass Istituto Nazionale Espresso Italiano vorschreibt, dass eine Espresso Mischung aus mindestens fünf verschiedene Sorten bestehen muss.
  • Kaffee hygroskopisch ist. Das bedeutet, wenn sie den Kaffee im Kühlschrank lagern, hat dieses Ansaugen der Luftfeuchtigkeit negative Auswirkungen auf das Aroma und bildet Schimmel. Es reicht, wenn Sie den Kaffee in der Originalverpackung lassen und mit einem Clip verschließen.
  • nach der Mahlung der Kaffee innerhalb 15 Miuten 60% seines Aromas verliert. Durch die Oberflächenvergrößerung während des Mahlvorgangs wird die Oxidation, bzw. Autooxidation beim Kaffee beschleunigt.
  • Kaffee mit etwa 800 Aromen mehr als doppelt soviele Aromen wie Wein hat.
  • der Unterschied zwischen Kaffee und Espresso einzig und allein in der Dauer der Röstung liegt. Es werden die gleichen Rohkaffees verwendet. Durch die längere Röstung werden die Bohnen dunkler und verlieren dadurch mehr Koffein und Kaffeesäure.
  • früher der Kaffee aus der Untertasse getrunken wurde? Schließlich heißt es ja auch Untertasse und nicht Unterteller. Der Grund: Kaffee war damals ein Luxusgut, dessen Genuß zelebriert wurde. War er zu heiß, war es durchaus üblich, ihn in die Untertasse zu schütten und daraus zu schlürfen.
  • erste Kaffeehaus in Europa 1645 in Venedig eröffnet wurde und in Deutschland in Bremen 1673.
  • Caffé sospeso, aufgeschobener Kaffee, im Ursprung eine nepoletanische Geste ist. Es etablierte sich in vielen Bars der Stadt der Brauch, außer dem eigenen Kaffee auch einen weiteren Kaffee zu bezahlen. Dieser Kaffee wird vom Barista notiert und auf Nachfrage an einen Bedürftigen ausgeschenkt. In Deutschland gibt es den „aufgeschobenen Kaffee“ seit 2003. Derzeit nehmen über 200 Kaffeebars in ganz Deutschland an der Aktion teil.
  • der Begriff Barista das italienische Wort für Barkeeper ist. Der Begriff wurde zunächst ins Englische übernommen, wobei die Bedeutung sich leicht verschob. Während ein Barista in Italien alle Arten von Getränken serviert, wird hiermit im englischen Sprachraum jemand bezeichnet, der ausschließlich Kaffee und Kaffeespezialitäten zubereitet. Mit dieser Bedeutung wurde der Begriff schließlich auch in den deutschen Wortschatz übernommen. Oft beherrscht ein Barista auch die „Latte Art“, wobei beim Eingießen der aufgeschäumten Milch in den Espresso ein Cappuccino mit Muster entsteht. Ein Barista zeichnet sich durch ein hohes Wissen über Kaffee und deren Zubereitung aus.



Espresso, Espressos, Espressi..........Ja wie denn jetzt?
Eigentlich ganz einfach.
In einem Cafe bestellt oder trinkt man "ein Espresso", "zwei Espresso oder Espressi" usw.
Auf keinen Fall Espressos.
Aber eigentlich egal. In Italien bestellen Sie "una Caffe prego" oder "due Caffe prego", wenn Sie Espresso möchten
.

Nur nebenbei bemerkt: Bei Pizza sieht es ähnlich aus. Eine Pizza, zwei Pizze. Auf keinen Fall Pizzas oder Pizzen.

 



Kaffee und Gesundheit

(Quelle: Dr. Wolfgang Feil, 28.07.2010, Die gesündesten Lebensmittel)
Kaffee macht uns nicht nur wach und munter, sondern schützt uns gleichzeitig auch vor Krebs und Alzheimer. Mit diesen Eigenschaften hat er sich seinen Platz bei den gesündesten Lebensmitteln der Welt redlich verdient. Für was ist Kaffee eigentlich alles gut?
Kaffee zählt zur Flüssigkeitsmenge
Jahrelang wurde Kaffee zu Unrecht nachgesagt, dass er entwässern würde. Das ist zwar bei Kaffeeneutrinkern tatsächlich der Fall, diese Wirkung verflüchtigt sich jedoch nach kurzer Zeit. Somit kann man den täglichen Kaffee nach einer kurzen Eingewöhnungszeit getrost zur Flüssigkeits-Tagesmenge dazurechnen.
Kaffee schützt vor Krebs, Alzheimer und Parkinson
Erst vor kurzem wurde in den USA eine neue Studie veröffentlicht, die belegt, dass Kaffee einen Schutzeffekt gegen Krebs in Brust, Blase, Niere, Darm und Leber sowie gegen Altersdiabetes hat. Speziell für Kaffee wurde auch ein harnsäuresenkender Effekt nachgewiesen. Auch eine Anti-Alzheimer Wirkung wurde dem Kaffee bestätigt, da er hirnanregend wirkt. Mehrere Studien zeigten, dass Kaffee auch vor Parkinson schützt.
Kaffee als Basenspender
Bei Urintests nach Kaffeegenuss zeigte das Indikatorpapier immer, dass vermehrt Säure enthalten ist. Daraus wurde vorschnell gefolgert, dass Kaffee eine saure Stoffwechsellage verursacht. Physiologisch ist jedoch genau das Gegenteil der Fall: durch den Kaffee-Konsum gelingt es dem Körper, vermehrt bereits vorhandene Säure auszuscheiden. Kaffee ist somit wie wertvoller Basenspender.
Kaffee lieber mit Koffein
Eine aktuelle niederländische Studie aus dem Jahr 2010 bestätigt Kaffeetrinkern (bei einem Genuss von 2-4 Tassen pro Tag) einen Schutz vor Herzinfarkt. Fünf Jahre davor konnte in einer groß angelegten amerikanischen Studie bereits gezeigt werden, dass koffeinhaltiger Kaffee keine negative Wirkung auf Blutdruck, Pulsfrequenz, Blutzuckerspiegel und Cholesterinwerte hatte. Dagegen stiegen bei der Gruppe, die den entkoffeinierten Kaffee getrunken hatte, Risikofaktoren für Arteriosklerose an. Dies bedeutet, dass generell koffeinhaltiger Kaffee getrunken werden sollte. Zu viel Koffein schadet jedoch auch: es erhöht die Nervosität und bewirkt einen Kalziumverlust über den Urin. Koffeinkapseln sind abzulehnen, da hier die vielen anderen Wirkstoffe aus dem Kaffee fehlen und reine Koffeinkapseln die Insulinproduktion antreiben können.